Grundwasserentnahme Quenhorn, Kreis Gütersloh
Für die Erneuerung des Wasserrechts für die Stadtwerke Gütersloh mit Erhöhung der Fördermenge
auf 3,5 Mio. m³/Jahr war unser Büro von der Antragstellung mit div. Voruntersuchungen, Alternativenprüfungen, vorbereitender Beweissicherung und Pumpversuchen bis hin zu einem über mehrere Jahre laufendem landschaftsökologischen Monitoring beauftragt.
Zusammen mit dem Büro Schmidt und Partner aus Bielefeld wurde der Wasserrechtsantrag über eine Fördermenge von 3,5 Mio. m³/Jahr erarbeitet. Ergänzend zur Erneuerung des Wasserrechtes für das Wassergewinnungsgebiet Quenhorn I wurde für das Wassergewinnungsgebiet Quenhorn II ein neues Wasserrecht beantragt.
Die Erschließung des Wassergebietes Quenhorn II in der Emsniederung wurde umweltfachlich durch erste Bestandsaufnahmen und Voruntersuchungen begleitet, da in der Emsniederung einige potenziell sensible Strukturen vorhanden sind, z.B. Bruchwälder und andere Feuchtbiotope.
Begleitend zum Wasserrechtsantrag wurde ein landschaftsökologisches Monitoring-Programm eingerichtet, über das die tatsächlichen Auswirkungen der Grundwasserentnahme auf empfindliche Biotopstrukturen und Libellenvorkommen beobachtet werden. Dazu wurden regelmäßig vegetationskundliche Dauerbeobachtungsflächen dokumentiert, Entwicklungen der z.T. artenreichen Grabenvegetation beobachtet und die Populationsentwicklung der Helm-Azurjungfer in den betroffenen Emstalgräben beobachtet.
Die Helm-Azurjungfer ist eine Libellenart, die auf ständig Wasser führende Gräben mit guter Wasserqualität und offenen Wasserflächen angewiesen ist. Da Auswirkungen auf das Vorkommen der Helm-Azurjungfer im Wassergewinnungsgebiet nicht ausgeschlossen bzw. vermieden werden konnten, wurden zum Schutz dieser besonderen anspruchsvollen Libellenart gezielte Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung an anderen Abschnitten der Emstalgräben durchgeführt, z.B. Uferrandstreifen angelegt.